Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Oggelsbeuren

Die Feuerpolizei

Besonderes Augenmerk schenkte man in alter Zeit dem Umgang mit Feuer und der Verhütung von Bränden. Das war nicht zu verwundern, da die meisten Häuser Strohdächer hatten.Auch hier bestimmte die Gerichtsordnung von 1570: daß niemand in einem Hause waschen oder laugen dürfe, "in welchen Häusern zu laugen vergonnt ist", soll in einem besonderen "Registerlin" eingetragen sein; neben der Feuerstätte im Haus mußte ständig eine mit Wasser gefüllte Gelte stehen. Holzbeugen oder Reisigbüschel durften nicht an den Häusern aufgestellt werden; sie durften nur auf freiem Platz gelagert werden.

Eine andere Anordnung verbot 1673: "Beim Licht zu schwingen, mit der brinnigen Tabakpfeife in den Schweineschöpfen, Scheuern und Ställen herumzulaufen, wie auch in den Häusern wäschen und laugen". An 10.04.1725 wurden anläßlich eines Brandes unter Strafe gestellt: "In Scheuern und Ställen Tobak zu trinken" (!). Man glaubte, den Tabakrauch zu trinken (30 jähr. Krieg !) und am 14.09.1747 heißt es wieder: " Niemand soll sich unterstehen, die Wäsch in den Häusern zu halten" (Verhörprotokoll).Aus dem gleichen Sicherheitsgründen durfte auch nicht in den Häusern gebacken werden. Zum Backen mußte der Gemeindebackofen benützt werden. Im Urbar von 1692 ist ein Backhaus erwähnt. Es stand auf verschiedenen Plätzen. Im Jahre 1841 stand der Gemeindebackofen an der Brücke beim Pfarrhof. Er wurde vom Gemeinderat verpachtet. Ein Gemeinderatsmitglied kaufte jeweils gegen Vergütung das Brennholz ein und kassierte die Gebühren für Backofenbenützung. Im Frühjahr 1874 wurde der Gemeindebackofen abgebrochen. Er war baufällig geworden.

Die Einhaltung der Vorschriften wurde von einem besonderen "Feuerschauer", später auch vom Gemeindepfleger kontrolliert. Am 17.09.1745 ist in Oggelsbeuren auch ein Kaminfeger erwähnt und zwar anläßlich einer Beschwerde gegen ihn wegen "ungleichen und übermäßigen Kehrerlohns". Der Schultheiss erhielt von der Herrschaft die Auflage, alle Kamine in 3 Klassen einzuteilen. Je nach Einteilung mußte dann der Hausbesitzer 3 oder 4 oder 5 Kreuzer bezahlen (Verhörprotokoll).

Natürlich galt es nicht nur, Brände zu verhüten, sondern auch ausgebrochene Brände möglich rasch zu löschen. Nach dieser Richtung schrieb schon die Gerichtsordnung von 1570 für Oggelsbeuren vor: in jedem Haus muß an besonderer Stelle dauernd ein Feuerkübel hängen, mit welchem der Feuerwehrpflichtige des Hauses beim Sturmläuten auf den Brandplatz eilen mußte. Außen an jedem Haus mußte eine Feuerleiter von bestimmter Länge und eine Anzahl Feuerhaken hängen. Wurde die Leiter für andere Zwecke - etwa zum Obstpflücken - benützt, so war sie während jeder Arbeitspause, auch während des Essens, wieder an den alten Platz zu bringen.

Eine Feuerspritze wird in Oggelsbeuren erst am 03.05.1826 genannt. Sie muß aber schon einige Zeit vorher da gewesen sein, denn an diesem Tage wurde sie von Glockengießer Schmelz in Biberach nach Oggelsbeuren gebracht, nachdem zuvor um 170 fl. "alles umgegossen und neu repariert worden" war (Chronik Gaupp). Sicher uralten Rechts sind die bei Bränden eingesetzten "Feuerreiter". Beim Feuerläuten mußte der obere Maier nach Hausen, Heinles-Bauer (Haus Nr.4) nach Rupertshofen, der Altschulzen-Bauer nach Grundsheim, der Schmid nach Oberstadion und der Müller nach Moosbeuren reiten und Hilfe anfordern. Von 1800 bis 1900 war in der Feuerlöschordnungen von Oggelsbeuren bestimmt, daß die 16 jüngsten Bürger die Spritze bedienen mußten, die 3 Nächsten mußten die "Bütten" (Eimer) tragen, 6 mußten an die kleinen Haken, 15 an die großen Haken, andere an die Leitern und alle Ledigen mußten Wasser tragen.

In den letzten knapp 200 Jahren verzeichnet Oggelsbeuren folgende Brände und Einsätze:

1802 (02.02.) brannte das Wirtshaus, heute Rössle, bis auf die Grundmauern ab; Haus und Stadel waren bis dahin unter einem Dach; sie wurden getrennt wieder aufgebaut;

1811 (30.06.) das Haus des Gottfried Lerner (Neiges) Blitzschlag;

1831 (19.02.) das Haus des Anton Trunk (Enderles), Haus Nr. 35;

1832 (25.03.) Gartenhaus des Wirts Töpfer. Da hier Brandstiftung durch dritte Hand vermutet wurde, setzte die Gemeinde für die Ergreifung des Täters eine Belohnung von 15 fl. aus;

1834 (14.11.) die Ölmühle des Konrad Pappelau (Brandstiftung - Zuchthaus);

1836 (23.10.) Wohnhaus (ohne Stadel) des Andr. Kaiser, Willenhofen;

1839 (02.05.) Doppelhaus des Sattlers Josef Renz und des Josef Diemand (heute Schuhmacher Möslang);

1839 Schuster Max Fischbach am Gemeindeweiher beim Pfarrhof;

1844 (28.04.) Haus des Baumputzers Johann Fischbach, stand neben dem "Zugebrunnen" und dem unteren Kaplaneihaus;

1847 (13.04.) Haus des Küfermeisters Josepf Grimm (oder Grün), genannt Klemensenhaus; der Eigentümer war Bayer aus der Gegend von Ottobeuren;

1847 (23.03.) Haus des Ferd. Fischer, stand neben dem Zugebrunnen und dem Kaplaneihaus; konnte rechtzeitig gelöscht werden.

1848 (26.11.) Haus des Maurers Anton Lutz; wurde im folgenden Jahre wieder aufgebaut (Baugenehmigung: 08.07.1849);

1851 ( 15. /16.05.) Haus des Schuhmachers Joh.Gg. Gaupp (Rehm's Haus?) wurde wieder aufgebaut (Baugenehmigung: 20.06.1851);

1853 (14.02.) Haus des Ölmachers Joseph Fischbach; wurde nicht mehr aufgebaut, es stand neben Baiers Haus (links) also neben Haus Nr. 21 auf dem Platz, der heute Garten ist;

1868 (21.09.) Wohn- und Ökonomiegebäude des Webers Karl Bleicher; wurde an gleicher Stelle wieder gebaut (Genehmigung: 03.10.1868); Auffallend sind die häufigen Brände zwischen 1830 - 1860. Damals kam die Feuerversicherung auf, zuerst eine französische Feuerversicherung.

Zwischen 1885 und 1887 (an einem Kirchweihnachmittag) das Backhaus hinter der Wirtschaft z. Krone (Mitteilg. von Pfr. Liebhart).

1924 Enderles (Mitteilg. von Anton Schneider).

1931 Armenhaus (Mitteilg. von Anton Schneider).

1931 Maier K. (Mitteilg. von Anton Schneider).

1937/38 Wohn- und Ökonomiegebäude von Winghart; Aigendorf (Mitteilg. von Franz Winghart).

1949 Brand eines "Schuppen" beim Riedenhof / Mühlebach (Mitteilg. von Anton Schneider/Anton Wurm).

Zwischen 1935 und 1952 Wohnzimmer-Brand bei Josef Sauter (Mitteilg. von Paul Missel).

17.08.1952 Brandkatastrophe am Gebäudekomplex der Piuspflege: An diesem Sonntagabend gegen 18.45 Uhr brach in der Nordostecke des Dachstockes der Piuspflege Feuer aus, das - wie einige Tage darauf ermittelt wurde - von einem 12 jährigen Zögling des Hauses gelegt worden war. Zum ersten Mal seit fast 350 Jahren wurde die Kirche wieder von der Brandfackel beleuchtet und bedroht. Im gesamten Dachgebälk fand das Feuer reiche Nahrung und verbreitete sich über den ganzen Dachstock. Die telefonisch herbeigerufenen Löschzüge von Munderkingen, Biberach und Ehingen hatten in Anbetracht des hohen 4-5 stöckigen und hochgelegenen Gebäudes und der 400 Meter entfernt gelegenen Wasserentnahmestelle des Mühlebachs fast übermenschliche Arbeit zu leisten. Die Ortsfeuerwehr mußte sich zunächst auf den Schutz der Kirche beschränken. Der ganze Dachstock in 42 Meter Länge stand in Flammen. Die Feuerwehren griffen von außen und innen das Feuer an. Nachts 12 Uhr war das Ausbreiten des Feuers unterbunden. Um 3 Uhr morgens schlugen die Flammen wieder empor. Erst bei Tagesanbruch konnte der Brand als gelöscht gelten. Aber nun zeigten sich die gewaltigen Verheerungen. Der Dachstock war vollständig abgebrannt, der Fußboden des obersten Stockes war durchgebrannt und der innere Teil des Gebäudes durch das Wasser aufs Schwerste beschädigt. 90 Kinder mit Schwestern und Lehrern waren obdachlos geworden. Sie fanden provisorische Unterkunft im Schloß Oberstadion, das nach dem Kriege als Umsiedlungslager diente. 18 Monate nach der Katastrophe konnte das Haus wieder seiner Bestimmung übergeben werden. Am Elisabethentag 1953 erhielt es durch Domkapitular Prälat Kinderberger die kirchliche Weihe.

04.09.1952 die Scheuer des Gebhard Kaiser in Willenhofen brannte mit Inventar völlig ab; nur das Vieh konnte gerettet werden; Brandstiftung; Schaden etwa 50 000 Mark.

19.08.1954: Scheuer und Stallungen mit Fahrnis des Franz Gaupp in Ellighofen; Schaden etwa 70 000 Mark; Ursache: Blitzschlag; wurde wiederaufgebaut.

1959 Mühle - Brand (Mitteilg. von Anton Schneider).

1962 Brand bei Härle Georg; jetziges Landschulheim (Mitteilg. von Anton Schneider).

1962 Piuspflege "Stadel" (neben Piuspflege-Sportplatz/am Hang) (Mitteilg. von Anton Schneider). Mitte 60er Jahre Saustallbrand bei Mößlang; Aigendorf (Mitteilg. von Franz Winghart).

1976 (05.08) Ökonomiegebäude von Hans Kaiser; Ellighofen (Mitteilg. von Anton Schneider). .....?....... Härle Hans (Feldschuppen) .....?....... Schweizer Johann (kleiner Werkstattbrand)

1980 (18.05.) Gebäudekomplex von Sauter Maria und Elser; Dorfmitte, neben Karl Neubrand. (Mitteilg. von Anton Schneider).

1981 (Juni) Maier Willenhofen; Werkstattbrand.

1981 (07.09.) Gairing Max Ellighofen; Saustallbrand (Mitteilg. von Anton Schneider).

1982 (04.05.) Brand im Dachgeschoß der Piuspflege (Handwerkerarbeiten am neuen Dachgeschoß waren bereits fertiggestellt, als es zur Brandkatastrophe kam).

1983 (April) Pkw-Brand von Johannes Fuchs durch Schweißarbeiten (Stützpunktwehr Biberach)

1985 Kellerbrand bei Franz Maigler; Aigendorf (Fett?)

1985 (08.11. ca.18.15 Uhr) Missel Magdalena; heutiger Schelmenweg. Zimmerbrand (Küche).

1986 (17.02. ca.20.50 Uhr) Landwirtschaftliches Gebäude von Paul Härle. Schaden beträgt ca. 150 000 DM (Bericht Schwäbische Zeitung Biberach).

1990 (15.02) Hochwasser in Willenhofen

1991 (11.09) Öleinsatz (Ortsdurchfahrt); Französischer Lkw

1992 (11.03.) Öleinsatz (Ortsdurchfahrt Richtung Rupertshofen; Pkw?)

1992 (30.03.) Öleinsatz (Beim Sportheim flossen aus einer Nebendohle ölhaltige Bestandteile in den "Mühlebach"); Im Einsatz: FFW Oggelsbeuen; Rüstwagen FW Biberach; Polizei (Verursacher konnte nicht ermittelt werden).

1992 (21.07.) Hochwassereinsatz bei Anton Gasser; Willenhofen. Wegen eines schweren Unwetters an diesem Tag und eines Stromausfalls, mußte die Wehr aus einer neu ausgehobenen Jauchegrube das angesammelte Wasser auspumpen, um ein Abrutschen der Erde zu verhindern.

1992 (05.09) Öleinsatz; Ölspurbeseitigung vom "Oberen Eschle" über die Ortsmitte Richtung Ellighofen mit Ölbinder.

1992 (16.09) Beseitigung einer Ölspur von Richtung Oberstadion nach Rupertshofen.

1993 (05.01.) Sirenenalarm um 19.35 Uhr. Order durch die Leitstelle: Brand am Waldrand bei Aigendorf. Fehlalarm: "Funken" wurde von Unbekannt entzündet!

1993 (24.07.) Öleinsatz; Zwischen Ellighofen und Aigendorf von Mähdrescher verursacht.

1993 (30.07.) Öleinsatz; Spur Ortsanfang (Oberstadion) bis Ortsende (Rupertshofen). Defektes Betonpumpenfahrzeug.

1994 (26.03. um ca. 21.30 Uhr) Pkw-Brandeinsatz; Auf der Fahrt von Ellighofen nach Oggelsbeuren verlor ein Pkw-Fahrer die Kontrolle über seinen BMW (Wert ca.60000 DM) und kam in einer Linkskurve (Höhe Bildstöckle) nach rechts von der Straße ab. Er prallte gegen zwei Findlinge, und verrückte diese durch die Aufprallwucht rund 15 Meter in eine Wiese. Nachdem sich der Fahrer rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, brannte das Fahrzeug vollständig aus. Die Beseitigung des verseuchten Erdreichs übernahm die FFW.

1994 (28.10.) Sirenenalarm um ca.17.47 Uhr. Pkw-Brand bei Anton Kaiser in Willenhofen. Brandursache durch Schweißarbeiten.

1994 (10.11.) Verkehrsunfall; Kommandant Karl Fischbach löste die Sirene um ca.16.41 Uhr von Hand aus. An der Einmündung Buchauerstr./ Dorfmitte, nahm ein Pkw einem auf Richtung Rupertshofen kommenden Geländewagen mit Viehanhänger die Vorfahrt und kollidierte mit diesem. Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt und schließlich vom eingetroffenen Rettungsdienst versorgt. Die Aufgabe der Feuerwehr lag darin, das ausgetretene Öl des Pkw's zu beseitigen und den Verkehr zu regeln.

1995 (07.02. um ca. 17.30 Uhr) Öleinsatz; Die Spur folgte von Oggelsbeuren Höhe "Hauser Weg" bis nach Rupertshofen. Verursacher nicht bekannt.

1997 (28.02. um ca. 11.45 Uhr) Brandstelle war das Öko-Gebäude von Anton Wurm. Zum Brand kam es, als ein Auspuffrohr eines laufenden Traktors ein Brett sehr stark erhitzte. Schließlich brachte dieses durch Funkenbildung darunterliegende Strohballen zum Brennen. Kamerad Gerold Wurm konnte mit Hilfe der Schläuche aus dem Löschkasten große Vorarbeit leisten, bis unsere Wehr die Löschwasserversorgung aufgebaut hatte, und schließlich die Stützpunktwehr Biberach und die FFW Attenweiler eintrafen. Binnen kurzer Zeit war das Feuer unter Kontrolle.

1997 (27.03. durch Sirene um ca. 14.45 Uhr) Werkstattbrand. Der Brand entstand durch Schweißarbeiten in der Werkstatt von Anton Kaiser in Willenhofen. Im Einsatz waren die Feuerwehren Biberach, Oggelsbeuren und Attenweiler. Der Garagenkomplex samt Werkstatteinrichtung wurden ein Raub der Flammen.

1997 (28.08. um ca. 23.00 Uhr) Die Ortsdurchfahrt Höhe Bruno Schlegel mußte gesperrt werden, da ein Strohwagen, wegen nicht angepaßter Geschwindigkeit, in dieser Kurve zum Kippen kam. Nach ca. einer ¾ Stunde waren die Preßballen von der Fahrbahn geräumt.

1997 (21.12) Härle Hans - Auspumpen eines unter Wasser stehenden Kellers im Ökonomiebereich mit der TS 8. Zeit: 19 - 21.30 Uhr. 1997 (22.12) Härle Hans; Wiederum Auspumpen des Kellers, wegen starker Regenfälle. Der Versuch die verstopfte Abwasserleitung mit Hilfe der TS 8 und der "Kanalratte" freizulegen schlug fehl ( Mußte in den folgenden Tagen mit einem Bagger freigelegt werden !!). Einsatzzeit: 13.30-17 Uhr.

1997 (23.12) Firma Schilling-Ostermayer; Abwasserleitung mit Hilfe der TS 8 und "Kanalratte" freilegen. Einsatzzeit: 14-17 Uhr.

1997 (30.12) Härle Hans; Auspumpen der vom Bagger freigelegten Abwasserleitung.

1998 (26.08.) Pkw - Öleinsatz; Unfall zweier Pkw's in der Dorfmitte in der Kurve Höhe Paul Härle Richtung Oberstadion.

1998 (10.12.) Fachklinik Hohenrodt; Hierbei galt es, nach einem Schwelbrand (Ikarushaus), eventuell vorhandene Glutnester zu suchen und unter Kontrolle zu bringen. Die Ursache für diesen Brand ist unbekannt, aber die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, das dieser durch Fahrlässigkeit entstand. Der Schaden hielt sich mit ca. 5000, - DM in Grenzen.

1999 (01.03.) Fachklinik Hohenrodt; Nachdem eine Angestellte des Hauses unseren Kommandanten telefonisch nicht erreichen konnte, rief diese die Leitstelle an und meldete einen Wasserschaden; sogleich wurde die Sirene in Oggelsbeuren um ca. 20.55 Uhr ausgelöst. Als die Feuerwehr am Einsatzort ankam wurde ein undichter Absperrhahn des Wandhydranten im 2. Stock vorgefunden. Schließlich stellten wir die Hauptzufuhr aller Wandhydranten ab und der Hausmeister bekam den Auftrag das Leck baldmöglichst von einer Fachfirma reparieren zu lassen. Der Wasserschaden hielt sich mit einem großen Eimer Wischwasser in Grenzen. Einsatzende um ca. 21.50 Uhr.

1999 (11.05.) Um ca. 10 Uhr vormittags kam das Ökonomiegebäude von Anna Härle ("Schmieds Oma") zum Einsturz, dabei wurde eine restlich bestehende Giebelseite wegen Einsturzgefahr mit den langen Feuerhaken noch ganz abgerissen.

1999 (13.07.) Mit Hilfe der TS 8 und "Kanalratte" ein verstopftes Abflußrohr (Dohle) an der Hauptstraße auf der Höhe der Einfahrt von Franz Fuchs freigelegt. Zeitraum von ca. 19 - 21 Uhr.

1999 (26.12.) Einsatz um ca. 14.50 Uhr durch Sirenenalarm. Ursache hierfür war der Orkan "Lothar" der am Wohnhaus bei Kamerad Udo Danner die Dachziegel abzutragen drohte. In aller Eile wurden die fehlenden Platten wieder gesteckt. Nun schon einmal bei der Arbeit wurde auch bei Norbert Missel und Max Gairing kleinere Ausbesserungen durchgeführt. Auch am Ökogebäude von Kommandant Karl Fischbach war ein größerer Schaden zu verzeichnen, der aber nur mit Hebebühne zu bewerkstelligen war und wir leider nicht beheben konnten.

2000 (05.10.) Einsatz durch Sirenenalarm um ca. 12.50 Uhr. Nachdem wir telefonisch über die Leitstelle erfuhren, daß es bei Siegfried Moll in Aigendorf brennt, wurde schnellstmöglich zum Brandherd gefahren. Dort angekommen, war zu erkennen, daß ein Traktor sowie ein alter, unbewohnter Schweinestall und ein Geräteschuppen in Flammen stand. In aller Eile wurde für den Erstangriff die Löschwasserversorgung über den Hydranten aufgebaut. Diese beinahe fertiggestellt, kam dann schließlich auch die FFW Attenweiler. Eine weitere Wasserentnahme wurde vom nahegelegenen Bach aus über die TS 8 aufgebaut, bis letztlich die Stützpunktwehr Biberach am Brandort eintraf. Während der Brandbekämpfung konnte Kamerad Franz Glaser noch einige Stallhasen vor dem Flammentod retten. Brandursache war hier die Zugmaschine, die zwischen den Gebäuden stand. Nachdem die FW Biberach und Attenweiler um ca. 15.30 Uhr das Feld räumten, konnten auch wir gegen 17.30 Uhr den Heimweg antreten.

Feuerwehrkommandanten:

Max Töpfer, Matthias Fischbach, Karl Butz, Josef Sauter, Joachim Gaupp, Karl Baisch, Georg Härle, Anton Schneider (15.03.1957 - 22.02.1983), Karl Neubrand (22.02.1983 - 12.12.1987), Karl Fischbach (bis 23.07.2010). (Mitteilung von Anton Schneider), Udo Danner (seit 23.07.2010).

 

Quellen: - "Die Gemeinde Oggelsbeuren mit dem ehemaligen Frauenkloster" von Dr. Hermann Ströbele. Herausgegeben von der Gemeinde Oggelsbeuren/ Württ. 1974 - Ehrenkommandant Anton Schneider - Kommandant i.R. Karl Neubrand -  Franz Glaser -  Norbert Missel